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Mathematik

Die binomischen Formeln werden wir nicht verändern, und auch die Prozentrechnung wird nicht abgeschafft!
Trotzdem hat sich im Mathematikunterricht viel verändert.

Mathematik hat mit kreativem Denken zu tun

Die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Vorerfahrungen und Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt des Unterrichts. Anknüpfend an reale Erfahrungen aus dem Alltag sollen die Lernenden eigene Lösungsansätze entwickeln.

Dazu einige Beispiele aus dem Unterricht:

Schätzaufgaben für kluge Köpfe!

Wie viele Luftballons muss man aufpusten, um den ganzen Klassenraum mit Luftballons zu füllen?

Um eine solche offene Aufgabe zu lösen, gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten. Die Lösungswege stehen im Mittelpunkt. Es sind einfache und sehr anspruchvolle Ansätze möglich.

Dabei üben die Schüler unterschiedliche Kompetenzen ein:

– sie reden miteinander über Mathematik

– sie probieren verschiedene Lösungswege aus

– sie wenden unterschiedliche Lösungsstrategien an

– sie entwickeln eigene Vorstellungen und Modelle

– sie stellen ihre Lösungsansätze vor und erläutern ihr Vorgehen

Sterne und Mathematik
Die Konstruktion von Sternen hat (nicht nur in der Vorweihnachtszeit) viel mit Mathematik zu tun. Während alle Winkel messen und auf farbigem Papier sauber arbeiten, können die Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe auf unterschiedlichen Niveaustufen bearbeiten und so gemeinsam einen Raumschmuck herstellen. Wenn es dann darum geht, Streckenlängen zu bestimmen, Flächen zu berechnen und den Materialverbrauch zu ermitteln, müssen die Lernenden unterschiedliche Kenntnisse anwenden, um erfolgreich zu sein. Kombinatorisches Denken wird gefördert und es reicht nicht aus, einfache Lösungen zu reproduzieren.

Stärkung der Eigenverantwortung der Schüler
Um die Schülerinnen und Schüler bei ihren Lernbemühungen zu unterstützen, stellen wir ihnen Fragebögen zur Selbstkontrolle zur Verfügung. Die Lernenden dokumentieren so ihren Fortschritt und finden selbst heraus, in welchen Bereichen noch Förderbedarf besteht.

Wie sicher fühlst du dich in den folgenden Situationensehr sichersicherunsichersehr unsicher
Ich kann berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass bei einem Wurf mit zwei Würfeln eine bestimmte Augenzahl gewürfelt wird
Ich kann ein Baumdiagramm zeichnen, aus dem ich ablesen kann, wie viele mögliche Ergebnisse es bei einem Wurf von drei Münzen gibt
...

Teilnahme an dem Känguru-Wettbewerb

1991 wurde in Frankreich erstmals der Mathematik-Wettstreit „Kangourou des Mathematiques“ nach einer aus Australien stammenden Idee durchgeführt. Inzwischen beteiligen sich Schüler aus 24 Ländern, die am gleichen Tag gleiche Aufgaben bearbeiten. Es sind 30 Fragen mit je 5 Antworten gegeben. Nun sollten in 75 Minuten die möglichst richtigen Lösungen gefunden werden. Mit einer Startgebühr von 2,00 Euro kann jeder dabei sein. Zur Erinnerung erhalten alle Teilnehmer, auch die, die keine vorderen Plätze belegen, eine Teilnehmererinnerung und eine Urkunde mit der erreichten Punktzahl. Die Aufgabeninhalte sind alles andere als „trockene Mathematik“, gefragt sind Kreativität, logisches Denken und Schnelligkeit.
Der Förderverein der Schule übernahm das Startgeld für die Schülerinnen und Schüler. In den letzten Jahren haben immer zwischen 50 und 60 Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen. Weitere Informationen unter http://www.mathe-kaenguru.de/

 

 

Die Organisation des Mathematikunterrichtes (Differenzierungskonzept)

Von der 7. bis zur 10. Klasse wird Mathematik mit 4 Wochenstunden unterrichtet.

Klasse 7 und 8
In den Klassen 7 und 8 findet der Mathematikunterrricht im Klassenverband statt.
Die Grundlagen können so gemeinsam erarbeitet werden, wärend in den Übungsphasen auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus gearbeitet wird; es findet eine innere Diffferenzierung statt.
Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderungsbedarf erhalten jedoch einen besonderen Förderunterricht in kleinen Gruppen.

Klasse 9 und 10
Am Ende der 9. Klasse und 10. Klasse werden im Fach Mathematik zentrale Abschlussarbeiten geschrieben. (BBR (Berufsbildungsreife) am Ende der 9. Klasse; MSA (Mittlerer Schulabschluss) am Ende der 10. Klasse)
Um alle Lernenden auf diese Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben vorzubereiten, findet im Mathematikunterricht eine äußere Differenzierung in zwei Niveaustufen statt:
Grundkurs(G-Kurs) und Erweiterungskurs (E-Kurs)
In beiden Kursen werden die gleichen Themenbereiche bearbeitet, aber im E-Kurs sind die gestellten Aufgaben komplexer und es werden anspuchvollere Kompetenzen auf höheren Niveaustufen angestrebt, um die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf den MSA sonderen gegebenenfalls auch auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vorzubereiten.